Asthma ist eine Atemwegserkrankung, von der weltweit viele Menschen betroffen sind. Sie ist jedoch kein Hindernis oder eine Entschuldigung dafür, keinen Sport zu treiben, solange Du eine tägliche, wirksame Behandlung gegen Asthma einnimmst.

Welche Sportarten können ausgeübt werden?

Dies hängt stark von der Person, ihren Kenntnissen, ihrer Krankheitsgeschichte und ihrer aeroben Kapazität ab. Im Allgemeinen wird jedoch empfohlen, Übungen mit geringer Intensität durchzuführen, die eine Atmung durch die Nase ermöglichen und keinen Druck auf die Brust verursachen.

Die am meisten empfohlene Sportart für Asthmatiker ist Schwimmen. Schwimmen verursacht keinen Druck auf die Brust und findet immer in einer feuchten Umgebung statt, was es zu einer idealen Aktivität macht.

Wer jedoch nicht das ganze Jahr über Zugang zu einem Schwimmbad hat, um diesen Sport auszuüben, oder ihn einfach nicht mag, kann auch andere Aktivitäten ausüben, wie folgende zum Beispiel:

  • Golf
  • Yoga
  • Freizeit-Radsport
  • Baseball
  • Gehen
  • Gymnastik

Andererseits gibt es Sportarten, die für Asthmatiker aufgrund ihrer Umgebung oder ihrer aeroben Intensität nicht zu empfehlen sind:

  • Joggen mit hoher Intensität
  • Radsport
  • Wintersport

Krafttraining

Krafttraining kann vorteilhaft sein, vorausgesetzt, es wird unter professioneller Aufsicht durchgeführt, mit progressiver Gewichtssteigerung und mit dem Ziel, die aerobe und muskuläre Kapazität zu verbessern.

Die aerobe Kapazität ist die Fähigkeit des Körpers, eine längere körperliche Aktivität ohne Sauerstoffmangel auszuführen, gemessen an der Herzfrequenz. Bekannte Aerobic-Übungen sind: Schwimmen, Laufen, Radfahren.

Diese aerobe Kapazität kann Hand in Hand mit Krafttraining in einem Programm namens HIIT (High Intensity Interval Training) trainiert werden.

Bei einem HIIT werden sowohl Muskelkraft- als auch Herz-Kreislauf-Übungen durchgeführt. Ein HIIT kann zum Beispiel aus 45 Sekunden Übungen und 15 Sekunden Ruhe bestehen (es kann auch aktiv sein) und Serien werden 4-mal wiederholt.

Das obige HIIT-Beispiel – 4 Sätze HIIT 45*15:

  • 45 Sekunden Bergsteigen
  • 15 Sekunden Pause oder kleine Sprünge
  • 45 Sekunden Armbeugen vorne mit Gewichten
  • 15 Sekunden Pause oder kleine Sprünge
  • 45 Sekunden Kniebeuge
  • 15 Sekunden Pause oder kleine Sprünge
  • 45 Sekunden Hampelmänner
  • 15 Sekunden Pause oder kleine Sprünge

Wenn Du an Asthma leidest, ist es empfehlenswert, dies unter Aufsicht eines Fachmanns zu tun, um einen guten Verlauf zu garantieren. Die Atmung ist entscheidend, um Attacken zu vermeiden, und auch äußerst wichtig, um bessere Ergebnisse in der Praxis des Krafttrainings zu erzielen.

Du musst durch die Nase einatmen, wenn Du gerade in der Phase der Anfang der Bewegung bist, in der die Kraft ruht, und die Luft ausatmen, wenn Du gerade die Kraft ausübst.

Empfehlungen für Übungen

Um einen Asthmaanfall beim Sport zu vermeiden, ist es wichtig, sich richtig aufzuwärmen, was zu einer allmählichen Abkühlung der Atemwege führt, da eine schnelle Abkühlung der Atemwege einen Anfall verursacht.

Für Menschen mit Asthma ist es von entscheidender Bedeutung, dass sie lernen, beim Sport richtig zu atmen. Am besten sind Übungen, bei denen ausschließlich durch die Nase geatmet wird. Wichtig ist auch, dass Du weißt, wann Du eine Pause machen musst, um eine Überanstrengung zu vermeiden. Es ist wichtig, dass Du Dich gut kennst und Deinen Zustand akzeptierst. Es ist nicht ratsam, anstrengende Übungen zu machen, wenn Dein Asthma nicht unter Kontrolle ist, und Du solltest auf keinen Fall Sport treiben, wenn Du keine Behandlung bekommst. Es ist auch bekannt, dass verschmutzte oder verrauchte Umgebungen einen Asthmaanfall auslösen können, so dass diese beim Sport vermieden werden sollten.

Asthma ist eine lebenslange Erkrankung, die durch gute Atmung kontrolliert werden kann. Bewegung ist ein Verbündeter bei dieser Krankheit, wenn sie sorgfältig durchgeführt wird.