Grundsätzlich ist Muskelkater völlig ungefährlich und vergeht wieder von selbst. Er entsteht, weil Muskelfasern zerrissen sind. Bei Muskelkater handelt es sich tatsächlich um Schmerzen infolge einer Verletzung. Er kann in unterschiedlichen Ausprägungen auftreten und ist je nach Schweregrad sehr unangenehm. Deshalb sind vor allem Sportler die täglich trainieren möchten an Methoden interessiert, Muskelkater zu verhindern. Auch durchschnittlich bewegungsfreudige Menschen wünschen sich, Muskelkater möglichst schnell loszuwerden. Damit es gar nicht erst so weit kommt, sollte man Folgendes beherzigen:

1. Immer gründlich aufwärmen
Vor dem Sport sollte eine Aufwärmphase stehen, die genau zur jeweiligen Übungsform passt. Eine Mischung aus Aufwärmen und sanftem Training ist ideal. Sollte in der nachfolgenden Übungseinheit trotzdem Muskelkater auftreten, kann dieser dadurch abgeschwächt werden.

2. Neue Übungen vorsichtig beginnen
Gerade bei ungewohnten Übungen muss die Belastungsintensität gering sein. Später kann man das Pensum immer weiter steigern.

3. Dehnen bringt Nachteile
Viele Laiensportler sind immer noch der Meinung, dass Dehnübungen vor dem Sport Muskelkater vorbeugen. Das ist ein Irrtum. Ob vor oder nach dem Sport, viele Studien belegen, dass sich sämtliche Dehnübungen negativ auswirken und Muskelkater sogar begünstigen.

4. Koffein kann Muskelkater reduzieren
Koffein hilft allerdings nur bei Menschen, die sich noch nicht daran gewöhnt haben. Wer regelmäßig Kaffee trinkt, wird kaum einen Effekt feststellen können.

5. Vitamin C, E und Mineralstoffe schützen vor Muskelkater
Studien haben ergeben, dass eine optimale Versorgung mit Vitaminen und Antioxidantien Muskelkater vorbeugen kann. Calcium und Magnesium haben sich sehr bewährt, denn beide Mineralstoffe verbessern die Muskelfunktion. Ist der Körper damit unterversorgt, kann es zu Problemen bei der Muskelkoordination kommen und Muskelkater stellt sich ein.

6. Entzündungshemmer sind die letzte Option
Entzündungshemmende Medikamente eignen sich nicht wirklich zur Bekämpfung von Muskelkater. Sie können zwar vorübergehend Schmerzen lindern, aber sie verlangsamen die Erholungsphase der Muskulatur, sodass der Muskelkater länger dauert als notwendig.

Ideale Strategie: Muskelkater vermeiden

Grundsätzlich gilt, Muskelkater möglichst zu vermeiden. Freizeitsportler betrachten Muskelkater häufig als notwendige, natürliche Reaktion des Körpers und messen ihm keine besondere Bedeutung bei, doch Schmerzen nach dem Sport sollten nicht sein. Schließlich ist Muskelkater ein Warnsignal des Körpers, der kundtut, wann die Grenze erreicht ist. Jetzt sollte man eine Pause einlegen. Auf die natürlichen Körperfunktionen zu achten, hat sich noch immer als günstig erwiesen, denn im Grunde sprechen Schmerzen ihre eigene, sehr deutliche Sprache. Bei Muskelkater entstehen Abertausende Verletzungen auf kleinster, molekularer Ebene. Besonders anfällig sind die Muskeln, die wir eher selten beanspruchen. Muskelkater zeigt aber auch, dass die selten benutzten Muskeln nicht kräftig genug sind und deshalb trainiert werden sollten. Es kommt also immer auf das richtige Maß an.

Muskelkater mit ausgewogenem Training verhindern

Durch eine angepasste Trainingsintensität lässt sich Muskelkater von vorneherein verhindern. Beim Training sollten alle Muskeln, gerade die entgegengesetzt arbeitenden Muskelgruppen, angesprochen werden. Heiße Bäder oder Saunagänge nach dem Sport sind ideal zur Regeneration. Es kann nicht schaden, wenn der Muskelkatermuskel leicht beansprucht wird, denn das fördert die Durchblutung und sorgt für eine schnellere Ausheilung. Mit hartem Training und Massagen sollten Sportler jedoch aussetzen. Eine echte Therapie gegen Muskelkater gibt es nicht. Nach einigen Tagen hören die Schmerzen von selbst auf. Wer seine sportlichen Aktivitäten übertreibt, muss mit Muskelkater oder ernsten Verletzungen rechnen. Vorsichtiges Trainieren ist also angebracht. Hat ein Sportler häufig lang anhaltenden Muskelkater, ist der Besuch beim Arzt unumgänglich. Die Beschwerden können von ernsten Verletzungen der Sehnen und Muskeln herrühren.