Es kann sehr schnell passieren. Unachtsamkeit oder fehlende Vorbereitung bei sportlicher Aktivität führen nicht selten zu Verletzungen, die zu starken Schmerzen führen können und mitunter eine lang andauernde Behandlung erfordern. Die meisten Sportunfälle ereignen sich im Ballsport sowie beim Alpin-Ski. Während beim Fußball- oder Handballspiel die Menge an Spielern das Verletzungsrisiko erhöht, führt oftmals eine fehlende Rücksicht oder Selbstüberschätzung beim Ski-Lauf zu teilweise schweren körperlichen Schäden.

Zu den typischen Sportverletzungen zählen Prellungen und Zerrungen. Prellungen werden durch einen Sturz, Schlag oder Aufprall verursacht und betreffen meist Muskeln, Rippen und Gelenke. Zerrungen hingegen stellen Schäden dar, die durch Überdehnungen entstehen und sich in Form von winzigen Rissen in Faserstrukturen äußern. Muskelzerrungen als Folge einer nicht ausreichend aufgewärmten und plötzlich angespannten Muskulatur treten insbesondere bei Sportarten wie Squash, Kurzstreckenlauf oder Fußball auf, da es hier häufig zu einer abrupten Beschleunigung kommt. Im Bereich des oberen Sprunggelenks sowie im Bereich von Knie, Ellenbogen, Handgelenk und Schulter kann es zum Überschreiten natürlicher Beweglichkeitsgrenzen eines Gelenks kommen, was zu einer Bänderzerrung führt. Ob es sich lediglich um eine Zerrung oder aber um einen Bänder- bzw. Muskelfaserriss handelt, ist meist vor Ort nicht feststellbar. Schwellungen, Blutergüsse und Druckschmerzen stellen hierbei charakteristische Symptome dar. Die sportliche Tätigkeit sollte sofort unterbrochen werden, die betroffene Körperstelle gekühlt, mit einer elastischen Binde umwickelt und anschließend hochgelagert und ruhig gestellt werden.

Zu den schwereren und langwierigen Sportverletzungen zählt der Kreuzbandriss. Allein ein Sturz oder eine Verdrehung reichen aus, dass es zu einer starken Überdehnung und schließlich zum Riss des Kreuzbandes kommt. In Deutschland tritt etwa 80.000 mal im Jahr ein Kreuzbandriss auf. Zusätzlich sind nicht selten die Menisken betroffen, die normalerweise als „Stoßdämpfer“ eine gleitende schmerzlose Bewegung des Kniegelenks ermöglichen, bei Dreh-Sturzverletzungen allerdings reißen können. Das Kniegelenk ist als komplexestes Gelenk unseres Körpers den meisten Belastungen beim Sport ausgesetzt. Übermäßige Drehbelastungen sind insbesondere beim Skilaufen oder Fußball häufig festzustellen.

Vermeidung von Verletzungen im Sport

Um Sportverletzungen zu vermeiden, macht es keinen Sinn, gänzlich auf die Ausübung sportlicher Aktivität zu verzichten. Vielmehr sollte man sich Gedanken machen, wie man das individuelle Verletzungsrisiko minimieren kann, was in allen Sportarten auf jeden Fall möglich ist. Das Aufwärmen der Muskeln ist hierbei besonders wichtig, um entsprechenden Zerrungen vorzubeugen. Eine Überlastung sollte vermieden werden und mit der Einlegung rechtzeitiger Pausen wird für eine bessere Leistung gesorgt. Infolge der vermehrten Schweißbildung bedient sich der Körper an den eigenen Magnesiumspeichern, welche entsprechend aufgefüllt werden müssen. Mangelversorgung sollte hier ausgeschlossen werden. Eine richtige Ernährung in Kombination mit ausreichend Flüssigkeit sorgt für ausreichend Energie und Muskelfunktion. Die Verwendung eines Helmes im Alpin-Sport sollte selbstverständlich sein. Man sollte sich hinsichtlich der eigenen Leistungsfähigkeit bewusst sein und Selbstüberschätzungen vermeiden. Die Ausübung von Sport gilt es nicht als Zwang sondern als Spaß zu empfinden.