Bereits seit Jahren gehört Yoga zu den absoluten Fitnesstrends, in Großstädten schießen die Yogastudios aus dem Boden und längst hat sich der Sport aus dem fernen Osten auch in unseren Breitengraden fest etabliert.
Und es gibt gute Gründe, dass Yoga als Sportart so beliebt ist, und warum jeder Sportler von Sonnengruß und Hund profitiert.

Breit gefächert und für jeden Geschmack

Grundsätzlich gibt es nicht das „eine“ Yoga, sondern unterschiedliche Schulen und Methoden bieten unterschiedliche Ansätze. Das klassische, meditative Yoga ist dabei ebenso vertreten wie Kurse in aufgeheizten Räumen oder Varianten, die eher an strikten Drill erinnern. Das macht Yoga zu so einer flexiblen Sportart, deren verschiedene Stile zwar gemeinsame Grundlagen besitzen, aber schließlich doch für jeden Geschmack das Richtige bieten.

Die verschiedenen Yoga-Stile und was sie so besonders macht

Anasura Yoga ist dabei das Yoga, das wir mit der klassischen Meditation und langsamen Bewegung assoziieren. Wer sich für Spirituelles interessiert und zu seiner inneren Mitte finden möchte, hat in diesem Yoga-Stil seine Sportart gefunden.
Im Gegensatz hierzu stehen die Schulen Ashtanga und Vinyasa. Diese erinnern von der Körperarbeit eher an Aerobic oder die preußische Turnschule, es geht hier um schnelle und dynamische Wechsel und Flexibilität und Kraft gehen Hand in Hand. Das ist besonders gut geeignet für alle, die körperliche Fitness aufbauen möchten oder die Yoga ergänzend zu einer anderen Sportart betreiben.
Ashtanga und Vinyasa sind anstrengend und schweißtreibend, noch schweißtreibender geht es beim Bikram Yoga zu. Hier wird nämlich der Trainingsraum aufgeheizt, das belastet natürlich den Kreislauf zusätzlich, sorgt für einen höheren Kalorienbedarf und der Schweiß perlt nur so von der Stirn. Allerdings hat das auch während des Trainings handfeste Vorteile, denn warme Muskulatur ist beweglicher und so lernt der Körper extrem schnell, mit der Dehnung fertig zu werden.
Kundalini mischt Ausdauer und Präzision mit körperlicher Beweglichkeit. Zusätzlich nutzt dieser Yoga-Stil eine intensive Atemschulung, so dass der Körper im Einklang mit sich selbst arbeitet.
Wer nur einmal in Yoga hinein schnuppern möchte, der kann auch Power Yoga ausprobieren. Das hat oft nur noch marginal etwas mit klassischem Yoga zu tun und passt die Übungen westlichen Bedürfnissen an. So werden hier beliebte Yoga-Positionen wie der Sonnenanbeter, der Hund oder der Skorpion in einen rhythmischen Kurs eingebunden.

Mehr Kraft, mehr Ausdauer und mehr Flexibilität

Anders als im Fitnessstudio oder bei der morgendlichen Laufrunde im Wald ist Yoga eine komplette Schule für den Körper. Vermischt werden hier Kräftigungsübungen wie der Krieger (muskuläre Belastung auf Oberschenkel und Schulter) mit Flexibilitätsübungen wie dem Hund (Dehnung der Wadenmuskulatur). Durch einen natürlichen Fluss und Ablauf von Übungen arbeitet der Körper auf sehr natürliche Art und Weise und die Übergänge fordern nicht nur die Hauptmuskelgruppen. So binden die Übungen immer den Rumpf mit ein und betrachten den Körper als Einheit – anders als etwa peripheres Hanteltraining. Diese komplette Körperarbeit ist es auch, die für einen gleichmäßigen Trainingsfortschritt am Bauch, den Armen und den Beinen sorgt. Und weswegen viele Yoga-Begeisterte den Sport so gerne nutzen, um ihren Rücken für den Arbeitsalltag zu stärken.
Zudem besitzt Yoga genau die Mischung aus Kraft und Ausdauer, die für den Körper besonders effizient ist. Über die gesamte Kursdauer arbeitet der Körper in erhöhter Belastung, während die gestärkten Muskeln für einen Nachbrenn-Effekt sorgen. Die erhöhte Flexibilität und Beweglichkeit durch die natürlichen Yoga-Übungen kommt auch Sportlern aus anderen Disziplinen zugute.
Wer es schafft, Yoga in seinen sportlichen Rhythmus zu integrieren, der profitiert nicht nur körperlich von der Sportart des fernen Ostens, sondern spürt die Veränderungen auch im Kopf.